Rudolf Benario – Fürth

„Jäh erlosch das Leben unseres geliebten Sohnes, Bruders und Bräutigams, des Herrn Doktor Rudolf Benario im Alter von 24 Jahren“, heißt es in Rudolf Benarios Todesanzeige vom 18. April 1933. Der Syntax der Todesanzeige verfälscht jedoch die Umstände, die tatsächlich zu Rudolf Benarios Tod geführt haben. Denn sein Leben erlosch nicht einfach so – es wurde ausgelöscht. Rudolf Benario wurde am Abend des 12. April vom SS-Kompanieführer Hans Steinbrenner, dem SS-Sturmführer Robert Erpsenmüller und den SS-Männern Hans Brunner und Max Schmidt im Konzentrationslager Dachau ermordet. Er war Jude und Kommunist. Auch deshalb gehörte Benario wahrscheinlich zu den Ersten, die in einem Konzentrationslager umgebracht wurden.

Ein Beitrag von Danny Schmidt (Radio Z).

Hörstolperstein Rudolf Benario

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Rudolf Benario – Fürth

Karl Lehrburger – Nürnberg

Er war Jude und Kommunist – was ihn für die Nazis zum doppelten Feind machte. „Korle“ (so sein Spitzname aus der Jugendbewegung) war Leiter der KPD im Arbeiterbezirk Gostenhof und arbeitete im väterlichen Betrieb, einem Postkartengroßhandel. Am 25. Mai 1933 wurde Karl Lehrburger durch den SS-Offizier Hans Steinbrenner im KZ Dachau ermordet.

Ein Beitrag von Marco Schrage (Radio Z).

Hörstolperstein Karl Lehrburger

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Karl Lehrburger – Nürnberg

Wehrmachtsdeserteure

Heute liegen 4240 Stolpersteine in Hamburg. Sie gehören in einigen Gegenden zum selbstverständlichen Bild der Stadt. Als im Juli 2009 in Hamburg Wandsbek ein Stolperstein für Kurt Oldenburg verlegt wurde, war dies dennoch etwas besonderes. Denn es war der erste Stolperstein, der in Hamburg für einen Wehrmachtdeserteur verlegt wurde.

Die der einstündigen Sendung werden die Geschichten von drei (ganz unterschiedlichen) Wehrmachtsdeserteuren erzählt. Es sind die Geschichten von Kurt Oldenburg, Friedrich Wunderlich (Name geändert) und Peter Petersen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Peter Petersen für das Interview, das er uns gegeben hat. Sowie bei René Senenko und der Schauspielgruppe „Antikriegsambulanz“ aus Hamburg deren Hörspiel „Kriegsgericht“ in Auszügen in der Sendung zu hören sein wird.

 https://hoerstolpersteine.net/downloads/Hamburg_1_Deserteure_59_11.mp3

Veröffentlicht unter Aktuelles, Sendungen | Kommentare deaktiviert für Wehrmachtsdeserteure

Stadt als Gedenk-Raum – von Stolpersteinen und anderen Orten des Erinnerns

Die Geschichte von Orten sichtbar und erfahrbar machen – das ist die Absicht dreier Projekte in Nürnberg, die in dieser Sendung vorgestellt werden. Neben den Stolpersteinen, die unserem Radioprojekt „Hörstolpersteine“ den Namen gaben, sind wir als ZuhörerInnen bei zwei Stadtrundgängen dabei. Es geht um das Gedenken an die Deportationen Nürnberger Jüdinnen und Juden vor 70 Jahren und um Orte des Erinnerns an NS-Greueltaten, aber auch an antifaschistischen Widerstand.

Veröffentlicht unter Aktuelles, Sendungen | Kommentare deaktiviert für Stadt als Gedenk-Raum – von Stolpersteinen und anderen Orten des Erinnerns

Hörstolperstein für Luise und Eduard David Einschlag aus Leipzig

Luise und Eduard David Einschlag wohnten in Leipzig im sogenannten „Märchenhaus“ im Leipziger Zentrum, einem Künstlerhaus in der Thomasiusstraße 28. Wie so viele Leipziger Juden polnischer Staatsangehörigkeit, wurden die Einschlags am 28.10.1938 abgeschoben. Eduard David Einschlag und Luise Victoria Einschlag sind in Treblinka ermordet worden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Hörstolperstein für Luise und Eduard David Einschlag aus Leipzig

Johanna und Adolf Lehmann – Hersbruck bei Nürnberg

Adolf und Johanna Lehmann waren noch Kinder, als sie Opfer des nationalsozialistischen Völkermords an den Sinti und Roma wurden. Die beiden Kinder lebten mit ihren Eltern in Hersbruck bei Nürnberg. 1943 wurde die ganze Familie in das „Zigeunerlager“ nach Auschwitz deportiert. Dort wurden bald nach der Ankunft der achtjährige Adolf und  im Juli 1944 die dreijährige Johanna ermordet. Die Eltern überlebten. Rosa Lehmann berichtete Jahrzehnte später über das Schicksal ihrer beiden Kinder und ihre traumatischen Erlebnisse in der NS-Zeit.

Ein Beitrag von Michaela Baetz (Radio Z).

Hörstolperstein Johanna und Adolf Lehmann

Veröffentlicht unter Sendungen | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Johanna und Adolf Lehmann – Hersbruck bei Nürnberg

Hörstolperstein für Bertha Bacher aus Halle (Saale)

Todesfallanzeige für Bertha Bacher

Bertha Bacher lebte in der Richard-Wagner-Str. 11 in Halle (Saale). Im Mai 1941 wurde sie in das sogenannte „Jüdische Alters- und Siechenheim“ gebracht, welches sich auf dem Grundstück des heutigen jüdischen Friedhofs in der Dessauer Straße in Halle befand. Für ihre Unterbringung mussten sie fast ihr ganzes Vermögen auf das „Sonderkonto H“ einzahlen. Im September 1942  wurde sie gemeinsam mit 72 weiteren jüdischen Heimbewohner_innen nach Theresienstadt  deportiert und starb dort am 12. Januar 1943. Ihre ehemalige Hausmitwohnerin Ursula Schröder, die damals 6 Jahre alt war, spricht über ihre Erinnerungen an Bertha Bacher.

Bertha Bacher aus Halle (Saale)

Ein Hörstolperstein von Sindy König (Radio Corax).

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Hörstolperstein für Bertha Bacher aus Halle (Saale)

Hörstolperstein für Hans Litten

Der Rechtsanwalt, der 1931 im Gerichtssaal Adolf Hitler als Zeugen vernahm und versuchte die Terror-Strategie der NSDAP gegen linke und andere Antifaschist*innen zu beweisen, setzte seinem Leben am 5. Februar 1938 im Konzentrationslager Dachau, nach fast fünfjähriger Haft, selbst ein Ende.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Hörstolperstein für Hans Litten

Irmgard und Karl Posner

Peter Petersen erzählt in diesem Stolperstein die Geschichte seiner Verwandten Irmgard und Karls Posner, die 1941 aus Hamburg deportiert wurden.  Hier der Link zum Hörstolperstein für Irmgard und Karl Posner. 

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Irmgard und Karl Posner

Rosa Winkel. Über die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus.

Tausende Menschen wurden wegen ihrer sexuellen Orientierung in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Vor allem schwule Männer, aber ebenso lesbische Frauen wurden oft ohne Gerichtsverfahren in Konzentrationslager gesteckt. Die Überlebenden wurden auch nach dem Krieg nicht rehabilitiert, sondern weiterhin strafrechtlich verfolgt. Die Anerkennung von Homosexuellen als Opfergruppe des Nationalsozialismus ist zumindest in Österreich bis heute nicht erfolgt.

Gestaltung der Sendung: Georg Wimmer (Salzburg)

[audio:https://hoerstolpersteine.net/downloads/Salzburg_2_Homosexuelle.MP3|titles=Rosa Winkel]
Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Rosa Winkel. Über die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus.